Code Delphi. Hier anfangen.
Das Thema "Verhältnis von Realität zur Virtualität" hat mich immer noch nicht losgelassen. Vielleicht auch deshalb, weil es bereits still und heimlich in verschiedenen Erscheinungsformen Gestalt in Bereichen annimmt, ohne auf den ersten Blick erkennbar zu sein.
Da wäre zunächst der neue Film von James Cameron Avatar, in welchem zunächst der titelgebene Kunstkörper für einen Soldaten eine nicht unerhebliche Rolle spielt, ist sein echter Körper doch gelähmt. In seinem neuen sehr mobilen Körper soll er eine fremde, außerirdische Kultur inflitieren, die auf einem für Menschen nur schwer zugänglichen Planeten lebt. Der Trailer deutet bereits an, dass er dabei bald in einen Gewissenskonflikt geraten wird. Soweit ist die Story nicht besonders originell. Denn die Solidarisierung eines Spions mit den Ausspionierten bzw. eines Fremden mit eigennützigen Motiven mit einer fremd, aber freundlichen Kultur wurde bereits in vielen Filmen thematisiert. Eine interessante Erweiterung dieser Geschichte könnte aber durch den Umstand eintreten, dass in diesem Fall der Protagonist gleichsam eine zweite Identität mit einem neuen Körper lebt. Vielleicht wirft der Film neben aller Action auf die Frage danach auf, was Identität und Ich-Bewußtsein überhaupt ausmachen. Wie definiert sich das "Ich", wenn es mehr als einen Körper hat? Welche Empfindungen sind real, welche Erfahrungen künstlich? Ich bin jedenfalls neugierig geworden. Spannenderweise ist der Film an sich auch ein Wunderwerk des Virtuellen. Denn die Landschaften existieren ebenso wenig wie die Außerirdischen. Ihre wahre Heimat ist der Computer. Und dennoch versprechen die Macher Bilder von niegesehender Schönheit und Echtheit...
Wie die virtuelle Welt auf anderem Wege mit der realen vermischt werden könnte, wird gerade unter dem Begriff der Augmented Reality (Erweiterte Realität) von Ingenieuren der Mobiltelefon-Branche entwickelt. Zunächst soll nämlich für tragbare Geräte die Möglichkeit geschaffen werden, Informationen über reale Orte und Werbung für dort verfügbare Produkte und Dienstleistungen zielgenau für den Nutzer bereitzustellen. Auf diese Weise könnte sich dieser dann über den Preis leerstehender Wohnungen ebenso schlauklicken wie über die Geschichte eines historischen Gebäudes. Zumindest in der Theorie. Denn in der Praxis scheitert die bisherigen Entwicklungen an technischen Unzulänglichkeiten wie der Ungenauigkeit des GPS-Systems. Aber zumindest der Traum, bald Bilder, Videos und ähnliches über Brillen und Kontaktlinsen ins Sichtfeld des Anwenders zu projezieren, wird bereits geträumt. Es könnte sogar möglich sein, daß die künstlichen Bilder die tatsächlichen überlagern.
Und damit würde die Realität um eine weitere Komponente erweitert, welche die bisherige Grenze zwischen der virtuellen Realität etwa des Internets und der des Real Life weiter aufweichen würde. Kunst- und Realwelt würden zu etwas Neuem verschmelzen, das ein jeder individuell wahrnehmen könnte.
Ein Wunder hier. Ein Traum gleich dort. Wolfheim haben die "Künstlichen Welten" wohl ganz gut getroffen.
Code Delphi. Hier aufhören.
Das Thema "Verhältnis von Realität zur Virtualität" hat mich immer noch nicht losgelassen. Vielleicht auch deshalb, weil es bereits still und heimlich in verschiedenen Erscheinungsformen Gestalt in Bereichen annimmt, ohne auf den ersten Blick erkennbar zu sein.
Da wäre zunächst der neue Film von James Cameron Avatar, in welchem zunächst der titelgebene Kunstkörper für einen Soldaten eine nicht unerhebliche Rolle spielt, ist sein echter Körper doch gelähmt. In seinem neuen sehr mobilen Körper soll er eine fremde, außerirdische Kultur inflitieren, die auf einem für Menschen nur schwer zugänglichen Planeten lebt. Der Trailer deutet bereits an, dass er dabei bald in einen Gewissenskonflikt geraten wird. Soweit ist die Story nicht besonders originell. Denn die Solidarisierung eines Spions mit den Ausspionierten bzw. eines Fremden mit eigennützigen Motiven mit einer fremd, aber freundlichen Kultur wurde bereits in vielen Filmen thematisiert. Eine interessante Erweiterung dieser Geschichte könnte aber durch den Umstand eintreten, dass in diesem Fall der Protagonist gleichsam eine zweite Identität mit einem neuen Körper lebt. Vielleicht wirft der Film neben aller Action auf die Frage danach auf, was Identität und Ich-Bewußtsein überhaupt ausmachen. Wie definiert sich das "Ich", wenn es mehr als einen Körper hat? Welche Empfindungen sind real, welche Erfahrungen künstlich? Ich bin jedenfalls neugierig geworden. Spannenderweise ist der Film an sich auch ein Wunderwerk des Virtuellen. Denn die Landschaften existieren ebenso wenig wie die Außerirdischen. Ihre wahre Heimat ist der Computer. Und dennoch versprechen die Macher Bilder von niegesehender Schönheit und Echtheit...
Wie die virtuelle Welt auf anderem Wege mit der realen vermischt werden könnte, wird gerade unter dem Begriff der Augmented Reality (Erweiterte Realität) von Ingenieuren der Mobiltelefon-Branche entwickelt. Zunächst soll nämlich für tragbare Geräte die Möglichkeit geschaffen werden, Informationen über reale Orte und Werbung für dort verfügbare Produkte und Dienstleistungen zielgenau für den Nutzer bereitzustellen. Auf diese Weise könnte sich dieser dann über den Preis leerstehender Wohnungen ebenso schlauklicken wie über die Geschichte eines historischen Gebäudes. Zumindest in der Theorie. Denn in der Praxis scheitert die bisherigen Entwicklungen an technischen Unzulänglichkeiten wie der Ungenauigkeit des GPS-Systems. Aber zumindest der Traum, bald Bilder, Videos und ähnliches über Brillen und Kontaktlinsen ins Sichtfeld des Anwenders zu projezieren, wird bereits geträumt. Es könnte sogar möglich sein, daß die künstlichen Bilder die tatsächlichen überlagern.
Und damit würde die Realität um eine weitere Komponente erweitert, welche die bisherige Grenze zwischen der virtuellen Realität etwa des Internets und der des Real Life weiter aufweichen würde. Kunst- und Realwelt würden zu etwas Neuem verschmelzen, das ein jeder individuell wahrnehmen könnte.
Ein Wunder hier. Ein Traum gleich dort. Wolfheim haben die "Künstlichen Welten" wohl ganz gut getroffen.
Code Delphi. Hier aufhören.