Dienstag, 2. Juli 2013

Zombie-Apokalypse - Teil Z

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Der World War Z ist für mich gerade vorbei. Ob die Menschheit gewinnt oder untergeht, werde ich nicht verraten. Wohl aber, dass der Film leider nicht so toll geworden ist, wie der Trailer es versprochen hat.

Obwohl die panischen Massenszen an den Originalschauplätze optisch eindruckvoll sind, bleibt die Darstellung eines weltweiten Konfliktes seltsam blass. Was vielleicht daran liegt, dass der Fokus der Geschichte auf der Spurensuche nach einem Gegenmittel liegt und anderen Aspekte darüber vernachlässigt werden. Zudem die übrig gebliebene Geschichte nicht verbergen kann, dass sie zwischendurch mehrfach umgeschrieben wurde. Und so werden insbesondere gegen Ende Erzählstränge aufgebaut, aber dann plötzlich sang- und klanglos fallgelassen.

Dennoch hat der Film seine Momente: Nämlich immer dann, wenn er sich auf die Tugenden des Zombiefilm besinnt und seine Figuren dem seelenlosen Terror der Untoten aussetzt. Schade nur, dass diesem Schrecken Figuren ausgesetzt werden, die der Zuschauer kaum kennt. So fehlt der zwischenmenschliche Faktor, der sowohl Zombie- als auch Epidemie-Film erst mitreißend macht. Brad Pitt, der den Film ganz passabel über weite Strecken allein trägt, ist leider zu sehr "the sexiest man alive" denn ein sterbliches, menschliches Wesen, mit dem man mitfiebern und mit leiden kann.

The World War Z is just over for me. Whether humanity wins or goes down, I will not tell. But I don't deny that the film is unfortunately not as neat as the trailer promised it would be. Although the huge panic crowd scenes at the original locations are visually impressive, the representation of a global conflict still remains strangely shallow. Perhaps it's because the focus of the story lies on the trail of finding a cure and so other aspects are neglected. Furthermore the remaining story can not hide the fact that it was rewritten multiple times. And so especially towards the end storylines are established, but suddenly droped without a whimper.

Nevertheless, the film has its moments: namely, whenever he reflects on the virtues of the zombie film and exposes its characters to the mindless terror of the undead. Too bad that this terror is exposed onto characters the audience hardly knows. Thus, the interpersonal factor that makes both zombies and epidemic movies thrilling is missing. Brad Pitt, who carries the movie over long distances alone and quite competent, is unfortunately too much "the sexiest man alive" then a mortal, human being, with whom you can cheer and suffer with.
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Donnerstag, 26. Juli 2012

Sie kommen nicht in Frieden

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Anfang der Neuziger eroberte eine Serie die heimischen Flimmerkisten, in denen neben dem "Monster-der-Woche" auch eine Verschwörung innerhalb der Regierungen der Welt eine gewichtige Rolle spielte: The X-Files (in Deutschland auch als Akte X bekannt). War sie zuerst nur intelligentes Fernsehen für Nerds, Geeks und Freaks, wurde sie von Staffel zu Staffel immer populärer, um schließlich den Stil eines Jahrzehnts mitzuprägen. Zumindest im Bereich der Science-Fiction.

Außeridische und Verschwörungen waren plötzlich ziemlich angesagt. Und dass entging zum Glück auch der Computerspielindustrie nicht.

Doch während in der Serie von Chris Carter die beiden legendären Agenten des FBI Mulder und Scully versuchen, den geheimnisvollen und skrupellosen Verschwörern auf die Schliche zu kommen, wurde der Spieler in UFO: Enemy Unknown selbst Teil der Verschwörung, genauer gesagt, Anführer einer Spezialeinheit von Alienjägern, die von den Regierungen der Welt finanziert, mehr oder weniger im Geheimen gegen eine Invasion durch Aliens kämpfte. Das Spiel zeichnete sich durch eine gelungene Mischung aus Strategie und Taktik aus, beinhaltete es doch sowohl einen ausgeklügelten Handels-, Forschung- und Aufbauteil als auch rundenbasierte, sehr dynamische Kämpfe gegen die Invasoren, in Mission zu Terrorabwehr, Ufo-Bergung und Basis-Angriff (und Verteidigung). Besonders dieser Kampfteil war durch den Fog-of-War und die zu Anfang fast erdrückende Übermacht der fiese Schleimlinge aus dem All nervenaufreibend spannend und fordernd. Umso größer war die Genugtuung des Spielers, sobald sich - wie auch in vielen Klassiker des Genres im Film - das Blatt zugunsten der durch die eroberte Alientechnologie verbesserte Menschheit wendete.

Im Jahr 2012 - passend zu der Untergangsstimmung aufgrund obskurer Maya-Prophezeiungen kommen die Aliens nun in einem "Remake" zurück. Im Spieletrailer rumst, krachelt und explodiert es dann auch ganz zeitgemäß, damit jedem klar wird, dass diese Besucher nicht in Frieden kommen...

Noch verheißungsvoller als dieser sehr genretypische und stilvoll inszenierte Appetithappen klingen aber die Ankündigungen der Entwickler, an denen sie sich ab Anfang Oktober messen lassen müssen.

Denn ich mag nicht nur Verschwörungen und Aliens. Ich kommandiere auch gerne Teams von Spezialisten in einem aussichtslosen Kampf gegen Bösewichte aus dem Weltall. Ladet die Lasergewehre auf, haltet die Medpacks und Garanten bereit...

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Donnerstag, 14. Juni 2012

Eine Dosis Blut gefällig?

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Auch wenn Vampire inzwischen sowohl im Fernsehen als auch im Kino und insbesondere in Büchern zurzeit für meinen Geschmack etwas zu oft aus dem Sarg gezerrt werden, gibt es doch eine Serie, die mich nicht nur gehörig erheitert (und mein Humor ist eher markaber und verdreht), sondern auch an meinen Sessel fesselt...

Ich spreche selbstverständlich nicht von der Twilight-Serie. Der erste Teil war so langatmig, so blutleer, so möchte-gern-romantisch erzählt, dass ich fast sanft eingeschlafen wäre. Und ich schlafe für gewöhnlich bei Filmen nicht ein. Erschwerend hinzu kommt, dass ich die Moral der Geschichte und das Bild über "wahre Liebe" und "Risiko-Schwangerschaften" (von dem, was ich so von der Handlung in Trailern mitbekommen habe) eher fragwürdig und rückwärts gewandt finde.

Da ist mir eine Serie doch lieber, die rasant, sexy, blutig, komisch, politisch, mutig, schwul, grausig, spannend, aufregend, lässig, bissig, auf- und durchgedreht daherkommt und dabei allerhand Charaktere aufbietet, von denen keiner stets das Richtige tut und gar moralisch vorbildlich handelt. Menschlich eben. Und damit irgendwie liebenswert. Auch oder gerade wenn sie die im Vorspann der Serie besungenen "bad things" anstellen. Insofern fiebere ich der fünften Staffel von True Blood mehr als nur ein bißchen entgegen.


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Mittwoch, 13. Juni 2012

Moderne Zeiten

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Früher habe ich Welt- und Europameisterschaften ganz klassisch im Fernsehen verfolgt. Das konnte gerade in den Momenten etwas langweilig werden, in denen sich beide Mannschaften zwischen den Toren etwas ausruhten - so wie es sich die deutsche gerade im Spiel gegen die Niederlande leistet. Bei einem Vorsprung von 2:0 und 31 Grad Lufttemperatur ja auch verständlich.

Zum Glück entwickelt sich die Technik jedes Jahr ein Stückchen weiter in Richtung Science Fiction. Und so kann ich inzwischen auch während der EM 2012 auf einen Flimmerkasten verzichten und die Spiele stattdessen über den Livestream verfolgen.

Dafür zahle ich schließlich ja auch gebührend.

Nebenbei kann ich zudem noch an dieser Stelle etwas schreiben, die aktuellen Nachrichten verfolgen und mich über den Live-Blog bei www.zeit.de amüsieren. Fußball gucken 2.0 sozusagen. Und nach dem Anschlusstreffer wird es gerade auch wieder spannender...
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Sonntag, 18. März 2012

Sei bereit für die Dunkelheit!

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Langsam werden die Tage wieder länger, die ersten Anzeichen des Frühlings sind zu sehen, aber zumindest im Kino dräunen immer noch dunkle und unheimliche Schatten.

Nicht dass es mich stören würde. Ganz im Gegenteil. Findet sich doch gerade in der Dunkelheit mit unter mehr Weisheit und Erleuchtung als im Licht. Zumindest nach meiner Erfahrung lernen wir gerade in den dunklen Stunden eine Menge über uns selbst, wenn die Hektik des Tages ruht und wir ganz mit uns allein sind.

Manches, was wir dann erfahren, mag uns erschrecken. Manches mag uns zum Schmunzeln bringen. Manches mag uns an uns zweifeln lassen.

Und in der Dunkelheit des Kinosaals werden aus diesen inneren Erfahrung Bilder und Töne, an denen wir alle teilhaben können.

Fünf spannende und vielversprechende Ausflüge in die Dunkelheit erwarten uns in den kommenden Monaten:

Zum Thema Erschrecken warten Die Frau in Schwarz (The Woman in Black) mit Daniel Radcliffe in seiner ersten Filmrolle nach Harry Potter und The Cabin in the Woods von Joss "Serenity" Whedon und Drew "Lost/ Cloverfield" Goddard auf.

Für Schmunzeler, Lachen und gothisches Grauen allererste Güte werden Tim Burton und Johnny Depp in Dark Shadows sorgen.

Und an ihrem Verstand zweifeln Amanda Seyfried als mutmaßliches Opfer einer - möglicherweise nur eingebildeten - Erführung in Gone und Micheal Shannon als Familienvater der von Vision der Endzeit in Take Shelter heimgesucht wird.

Scheint ganz so, dass die Dunkelheit noch jede Menge Erkenntnis für uns und über uns bereit hält.
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Donnerstag, 23. Februar 2012

Heirate mich!

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Zwar sind wir in Deutschland, wie in anderen Ländern, die sich als zivilisiert und firtschrittlich begreifen, "theoretisch alle furchtbar tolerant", wie Die Ärzte vor einigen Jahren so treffend sangen, aber dann zeigt ein so einfaches und gleichsam persönliches Thema wie Heiraten (und ich meine damit nicht irgendeine Art von Lebensgemeinschaft, sondern die Ehe (!)), dass Toleranz und Gleichberechtigung ihren Grenzen haben können und immer noch haben. Von wegen gleiche Rechte für alle.

Und obwohl ich mich beim Thema "Heiraten" eigentlich nicht angesprochen fühle und eine solche Verbindung für mich bisher nicht in Erwägung gezogen habe, hat mich doch folgendes Video erst bewegt und mitgerissen und schließlich sehr nachdenklich gemacht - insbesondere auch wegen etlicher feindseliger Kommentare.



Wie irgendjemand zu einer solchen Liebe und ihrer feierlichen Besiegelung "Nein, das dürft Ihr nicht!" sagen kann, entzieht sich jedenfalls vollkommen meinem Verständnis. Vielleicht bin ich naiv. Vielleicht berührt es mich auch einfach in meinem liebevollen Inneren, Liebe in anderen Menschen zu sehen. Egal, ob sie hetero oder homo sind.
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Montag, 6. Februar 2012

Erzähl mir eine Geschichte...

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Seit meiner Kindheit liebe ich Geschichten. Zuerst waren es Märchen. Dann waren es Fantasy-, SciFi- und Vampire-Geschichten. Und schließlich kamen alle Arten von Dramen, Tragödien, Crosscovers, Experimente, Philosophie und Gedankenspiele hinzu. Ich begann, meine eigenen Geschichten zu weben. Meistens kam ich nicht sehr weit. Aber in meinem Kopf spuken ständig Handlungsstränge, Figuren und seltsame Begebenheiten herum, in die ich während meiner Tagträume eintauchen kann. So spinne ich zumindest in meinem Kopf Erzählung um Erzählung.

Ich liebe Geschichten. Wer mein Herz für sich gewinnen will, erzählt mir eine gute Geschichte. Sie muss keinesfalls wahr sein. Sie darf fantastisch, düster und unheimlich sein. Hauptsache ist, sie fesselt mich und entführt mich für ein oder zwei Stunden aus der Wirklichkeit, um mir im Reich der Fantasie ganze eigene Lehren über die Welt zu vermitteln. Denn eine gute Geschichte hat auch immer eine Botschaft.

So verwundert es wohl nicht, dass ich auch bei meiner Leidenschaft bezüglich Computerspiele solche bevorzuge, die, und wenn nur nebenbei, eine gute Geschichte erzählen. World of Warcraft ist oder vielmehr war so ein Beispiel. Dieses MMO hat mich wochen- und abendelang gefesselt. Nicht so sehr wegen der Jagd nach immer besseren Gegenständen. Natürlich wegen dem Gemeinschaftsgefühl mit meinen Freunden. Aber schließlich habe ich erkannt, was mir am meisten Spaß gemacht hat. Die Geschichte.

Und zwar die vom titelgebenen Lichkönig, der einst der stolze Paladin und Prinz Arthas war. Die Erzählung über seinen Aufstieg und Fall zog sich wie ein roter Faden durch das Addon Wrath of the Lich King und als aufmerksamer Spieler konnte man zwischen den zahllosen Questen und Instanzen immer wie eine finden, welche die Geschichte von Arthas näher beleuchtete. Schnell waren diese Questen meine Lieblinge. Insbesondere die Instanz, in welcher man miterleben konnte, wie Arthas in dem Glauben Gutes zu tun, eine ganze Stadt ausmerzen ließ, die ansonsten der Geißel in die Hände gefallen wäre und welche aus sämtlichen Bewohner Untote gemacht hätte. Der böse Twist in dieser Instanz bestand außerdem darin, dass die Spieler den Prinzen auf seinem Weg zur dunklen Seite während einer Zeitreise beschützen mussten, da dieses Ereignis den Lauf der Geschichte entscheidend prägte und die Alternative sehr viel furchtbarer wäre. So wurde nicht nur die besondere Tragik der Figur den Zuhörern besonders nahe gebracht, sondern gleichzeitig noch eine besondere Motivation gelegt, den Lichkönig schlußendlich persönlich zu besiegen. Gerade weil der Spieler und Zuhörer diesem Bösewicht so nahe gekommen war, wurde seine eigene Geschichte zum Teil der Geschichte des Feindes. Einer Geschichte über Hochmut eines Edlen und Fall eines Rachsüchtigen. Am Ende bewegt dieses Ende alle Beteiligten. Sowohl die anderen Figuren als auch die Zuhörer vor dem Monitor. In einem Spiel, das von Massen von Spielern gleichzeitg gespielt wird, schon ein kleines Kunststück. Und eines, dessen sich die Erfinder der Story selbst wohl keinesfalls im Klaren waren.

Denn anders kann ich es mir nicht erklären, dass im Nachfolger Cataclysm nach einer großartigen Einführung der Bösewicht Todesschwinge, ein in den Wahnsinn aus Schmerz und Bosheit getriebener Drachenaspekt zu einem dauerabwesenen Bösewicht wie in Burning Crusade wurde, wo man auch nicht genau wußte, gegen wen man eigentlich einen Kreuzzug führt. Zwar taucht der Name des Schurken ständig auf und auch sein Zerstörungswerk kann man begutachten. Allein seine Motive blieben lange, lange rätselhaft. Im Basisspiel taucht er lediglich während einer Quest auf und bleibt damit trotz feurigem-schwarzem Drachenleib seltsam blass. Wie auch die Geschichte, deren Fesseln sich dann auch bald von mir lösten und mich fallen ließen.

Aufgefangen hat mich die Konkurrenz in Form von BioWares Star War The Old Republic, welches tatsächlich nicht nur die Geschichte eines Sternenkrieges zwischen der Alten Republik und dem Sith-Imperium erzählt, soondern jeder Charakerklasse auch noch eine spannende, wendungsreiche Geschichte voller Aktion und Abentuer erzählt. Sehr vom Geist der Vorlage durchdrungen und auf die einzelen Klassen und die mit ihnen verbundenen Vorstellungen abgestimmt. Geschichten von Mut, Tapferkeit, Gewinnstreben, Verrat, Tod und vor allem davon, was es heißt, ein Held, aber insbesondere ein guter Mensch zu sein. Denn dieses weg ist keinesfalls immer leicht und einfach. Im Gegenteil.

Eine gute und lehrreiche Geschichte eben. Und damit genau das, was ich liebe. Und so endet wohl meine gemeinsame Zeit mit der Welt der Kriegskunst und eine andere Erzählung beginnt.

Es war einmal...
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