Freitag, 27. Februar 2009

Woher mein Name kommt...

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Im "Real Life" heiße ich natürlich nicht CyberYork. Ich heiße nicht einmal York. Aber da das Internet eine virtuelle Welt ist, habe ich mich bei meinem Einstieg in dieses HTML-Universum dazu entschlossen, ebenfalls eine virtuelle Identität anzunehmen.

Cyber ist laut Wikipedia ein griechisches Präfix und bedeutet ursprünglich "Steuerung". Nachdem ein Großrechner mit dem Markennamen Cyber lange Zeit als leistungsstärkste Maschine galt, wurde das Präfix aber zu einem Wortbestandteil der Computergeneration. Aus Punk wurde Cyberpunk, aus Sex Cybersex, der Cyberspace und der Cyberborg entstanden und so weiter. Und ich übernahm für meine Online-Identität diese Vorsilbe ebenfalls. Ich kann nicht immer originell sein.

Mir gefiel der Klang des Wortes York aber bereits vorher, von dem ich eigentlich nur wußte, daß er eine Stadt im Norden von England bezeichnet. Dank Wikipedia weiß ich jetzt um die etwa dreiundreißig anderen Bedeutung meines Alias´.

Und seit einem Besuch auf der Seite Think Baby Names bin ich durch folgendes schlauer geworden:
The boy's name York \yo-rk\ is pronounced york. It is of Old English origin, and its meaning is "boar settlement; yew settlement". Place name and surname. Also used as a title (Duke of York) in the English royal family for several hundred years.
York has 3 variant forms: Yorick, Yorrick and Yorke.
Baby names that sound like York are Yorik and Yurik.
York is a very rare male first name and a very popular surname (source: 1990 U.S. Census).

Seltsame Namensbedeutung. Eiben- oder Ebersiedlung? Wie kommen Eltern dazu, ihr Kind nach soetwas zu benennen?

Nach kurzer Suche konnte ich in Erfahrung bringen, daß York wahlweise die englische, slawische oder ostdeutsche Form von Georg ist. Georg kommt aus dem Griechischen und heißt "Bauer" oder "Landmann". Hmm. Die Richtung stimmt, was die oben genannte Erklärung angeht. Aber ich denke, da sind weitere Nachforschungen angezeigt...

Und so richtig bäuerlich ist mein Alter Ego ja nicht. Hmm.

Meinen realen Vornamen habe ich bei der Gelegenheit natürlich gleich ebenfalls überprüft. Keine neuen Erkenntnisse auf diesem Gebiet. Außer, daß auch dieser Name "a very rare male first name" ist. Aber das wußte ich schon. Das Leben hat mich dies in Form von stetigen Nachfragen von Mitmenschen gelehrt. Und daß der Name nordischen Ursprungs ist, wußte ich auch.

Woher kommt Dein Name? Und ist nomen est omen?
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Donnerstag, 26. Februar 2009

Wenigstens das, Oscar!

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Ich habe mir die Verleihung der Academy Adwards aufgenommen und in den letzten Tagen portionsweise gesehen. Ein Live-Gucken war einfach nicht möglich, schließlich kann ich am Montag morgen nicht im Halbschlaf zur Arbeit geben. Das war zu meinen Studentenzeiten noch anders. Aber die sind seit längerem vorbei.

Jedenfalls hat Heath Ledger für seine Darstellung des Jokers in The Dark Knight posthum den Oscar gewonnen. Verdientermaßen. Und wenigstens hat der Film selbst in Sound Editing auch einen bekommen. Er hätte mehr verdient.

Da die Show dank eines glänzend aufgelegten Hugh Jackman (der eindrucksvoll bewiesen hat, daß er nicht nur cool als Wolverine die Klingen schwingen, sondern auch tanzen und singen kann) aber wenigstens eine unterhaltsame Veranstaltung war, bei der auch politische Kritik an der Homophobie und Doppelmoral des Landes nicht zu kurz kamen, bin ich geneigt, dem Oscar zu vergeben und mir den diesjährigen Abräumer "Slumdog Millionaire" anzuschauen. Zumal dessen Regisseur Danny Boyle bisher keine schlechten Filme gemacht hat. Außer "Nightwatch" vielleicht...
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Mittwoch, 18. Februar 2009

Menschliche Monster

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Auch wenn ich hauptsächlich (und gerne) us-amerikanische Serien schaue, vergesse ich nicht, daß auch auf einer besonderen Insel nördlich von uns, skurrile und eigentümliche Serien entstehen, die etwas Unverwechselbares an sich haben. Ich erinnere mich immer noch wohligen Schauern an die Sci-Fi-Serie The Tripods, die ich in meiner frühen Jugend gesehen habe. Natürlich sind deren Effekte heute nicht mehr zeitgemäß. Die Geschichte über den Planeten Erde, der nach dem Sieg der dreibeinigen Herrschern aus Metall wieder im Mittelalter befindet, funktioniert aber wegen des menschlichen Elements auch heute noch - geht es doch darum, wie Jugendliche ihren Platz in der Gesellschaft finden.

Und auch bei der Serie Being Human, die bei BBC Three läuft, sorgt das menschliche Element für (noch) mehr Spannung als die SFX und die episodenhaften Geschichten. Auch wenn beide den heutigen Anforderungen mehr als genügen.

Die Geschichte der bisher auf sechs Folgen (plus Pilot) ausgelegten Mini-Serie erzählt die Erlebnisse von George Sands, John Mitchell und Anna "Annie" Clare Sawyer (sic!), drei Erwachsenen Anfang bis Mitte zwanzig, die gemeinsam in einem etwas heruntergekommenen Haus in Bristol leben - und ihren Versuchen, die menschliche Komponente in ihrem Leben zu bewahren. Eben "being human".
Die besondere Herausforderung liegt in ihrem Fall darin, daß George ein Werwolf, Mitchell ein Vampir und Annie ein Geist ist. Was zunächst nach einem schlechten Monsterwitz klingt, funktioniert bereits im Piloten ganz ausgezeichnet, der erzählt, wie George und Mitchell, die sich von der Arbeit im Krankenhaus kennen, gemeinsam in ein Haus ziehen, welches die Vormieter als "creepy" bezeichnet und bereits nach wenigen Nächten wieder verlassen haben. Nur ihre besondere "Verfassung" erlaubt es ihnen, den Grund dafür zu sehen - nämlich Annie, die in diesem Haus zu Tode gekommen ist und es seitdem nicht mehr verlassen hat. Denn sie fürchtet, sich außerhalb des Hauses aufzulösen, weiß sie doch nur wenig darüber, was es wirklich bedeutet ein Geist zu sein.
Ebenso wie Annie kämpft auch George mit einem Zustand, über den er nur wenig mehr weiß, als daß er ihn einmal im Monat in eine wilde, zottelige Bestie verwandelt. Mitchell hingegen ist zwar schon seit längerem ein Vampir, aber ein Außenseiter, weil er versucht seinen Blutdurcst zu zügeln, statt ihm nachzugeben.

"Being human" klingt beim zweiten Hören wie eine Variante von "Angel", "Teen Wolf" oder "Moonlight", schlägt aber eine neue, frische Richtung ein. Keine Privatdetektive. Kein neues Monster der Woche. Das Übernatürliche wird in der Serie sehr zurückhaltend verwendet, ebenso wie SFX. Letzteres ist natürlich auch dem Umstand geschuldet, daß eine (englische) Fernsehserie nicht über das Budget eines Kinofilms verfügt. Allerdings sorgt dies dafür, daß die Handlung und die Charaktere sehr bodenständig ausfallen und die Geschichte damit - im Rahmen - glaubhaft und stets nachvollziehbar ist. Und anders als in all den Serie und Filmen zum Thema "Vampire" und "Werwölfe" gibt "Being Human" nicht schon im Pilot alle Antworten und Regeln vor. Welche Fähigkeiten, Eigenarten und Schwächen die drei menschlichen "Monster" haben, enthüllt sich den Figuren und dem Zuschauer erst nach und nach.
Etwas zur Verwirrung könnte der Umstand beitragen, daß für die Serie fast alle Hauptrollen neubesetzt wurden. Aber daran gewöhnlich man sich rasch und die "Neuen" spielen die Rolle sehr dicht an ihren Kollegen im Piloten.

Die Dreiecksbeziehung gewinnt ihren Reiz im Folgenden aus den unterschiedlichen, sehr liebenswerten und klug gezeichneten Charakteren. Annie ist unsicher und zurückhaltend, aber immer noch schwer in ihren Exverlobten verliebt, der schon eine Neue hat, während Mitchell sich zwar weltmännisch und lässig gibt, aber durch seinen Blutdurst bedingt stets wachsam sein muß und George, hochintelligent und auf Ruhe und Sicherheit bedacht, bei Vollmond die Kontrolle über seinen Körper verliert und von tierischen Impulsen getrieben wird. Die Serie schafft es mit britischer Eleganz, aus diesen Eigenarten sowohl Momente beschwingter Komik als auch traurigen Dramas zu zeichnen, ohne dabei - und das ist ihre eigentliche Stärke - zu übertreiben. Zwar ist manche Plotwendung vorhersehbar, aber dadurch nicht weniger wirkungsvoll. Meist ist das Gegenteil der Fall. Denn wie im wahren Leben findet das Leben häufiger in Details und kleinen Worten und gewöhnlichen Tücken statt als in umwälzenden Ereignissen und scheinbar undurchdringlichen Mysterien. Und auf diese Weise vermittelt diese Serie gleichzeitig ein Gefühl von Spannung, Erheiterung und Alltagsweisheit, ohne darum lautstark zu buhlen.

Und diese Abwechselung zum sonstigen Serien-Entwurf macht "Being Human" sehenswert.
Vielleicht sind die Briten auch klug genug, daß Konzept nicht zu Tode zu filmen. Anspielung intendiert. Schade, daß deutsche Serien-Macher nicht den Mut für solche Sachen haben...
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Dienstag, 10. Februar 2009

Weiter verschollen - und meine Gedanken dazu...

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Tempus fugit.
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, jede Woche einen Post zur aktuellen Folge der 5. Staffel von LOST zu schreiben. Leider ist mir das nicht gelungen. Deshalb gibt es hier und jetzt einen wilden Sprung durch die letzten... eins... zwei... drei Folgen von LOST. Bitte schnallen Sie sich an. Der Flug wird ziemlich ruckelig.


Season 5 Episode 2 - The Lie
So nachvollziehbar die Lüge der Oceanic Six nach den letzten Ereignissen auf der Insel auch scheinen mag, so überzeugend ist auch die Sichtweise von Hurley, der - mal wieder stellvertretend für den durchschnittlichen LOST-Fan - Kritik daran äußert, alle übrigen zurückzulassen und das weitere Leben mit einer Lüge zu leben. Natürlich steht keineswegs zu erwarten, daß irgendjemand den Überlebenen glauben wird - selbst Hurley Mutter muß zugeben, daß sie nicht versteht, was ihr Sohn ihr stammelnd gesteht, obwohl sie ihm glaubt. Dieses Geständnis mag den Zuschauer im übrigen etwas überraschen, fiel Hurley Familie doch in der Vergangenheit nicht gerade dadurch auf, übermäßig Anteil an Hurleys Bedenken und Gefühlen zu nehmen, wenn es um den - in seinen Augen verfluchten - Lottogewinn ging. Meistens versuchten sie mittels Geld Hurley Laune zu bessern, ebenso wie sie es selbst mit Kavierburgern und Shopping-Touren versuchen. Aber so unglaubwürdig Hurleys Geständnis auch klingen mag, für den Lost-Zuschauer ist sie wohl die bewegenste, witzigste und selbstironiste Zusammenfassung von vier Staffeln einer Fernsehserie, die es je gegeben hat.
Die Reaktion von Hurley Mutter und Vater hätten wohl nicht klassischer sein können, während sich seiner Mutter nach einem "don´t ´Mum´ me!" mit ihrem Sohn ausspricht, schmuggelt Papa den ohnmächtigen Sayid an der Überwachungseinheit der Polizei vorbei zu Jack, der prompt zu hören bekommt, daß er sich nach der ganzen Aktion gefälligst von Hugo fernhalten soll.
Daß Ben´s Herangeweise, um Hugo zum Mitkommen zu überreden, scheitern würde, hat mich denn doch überrascht. Denn eigentlich bietet er Hurley genau das, was dieser sich wünscht - ein Leben ohne weitere Lügen. Aber wie das so mit Angeboten ist, es kommt auch immer auf den Anbieter an. Und Ben sieht gewaschen und gut gekleidet noch mehr wie der Teufel in Menschengestalt aus.

Ob Sun ein Teufel oder ein Engel ist, vermag ich nicht zu sagen. Diese Frau gibt mir einfach Rätsel auf. Einerseits glaube ich nicht, daß sie Kate die Schuld am Tod von Jin gibt - auch wenn die Art ihrer Worte im Zusammenhang mit den Rückblenden das implizieren, andererseits hat sie neuerdings eine Art Fragen zu stellen, die eher eine Gänsehaut verursacht. Sun hat sich definitiv gewandelt und spielt die Stärke, die in ihr war, es deutlicher und aggressiver aus.

Daß auf der Insel Furchbares geschehen würde, davon hat Locke den Oceanic Six berichtet. Daß es sich dabei um einen gewaltsamen Angriff von Unbekannten durch Feuerpfeile handeln würde, hätte ich nie gedacht - weshalb ich auch zunächst nicht glauben konnte, wie brutal und schauerlich einige der Überlebenen dabei den Tod finden. Heftig. Insgesamt habe ich sechs Tote gezählt. Sieht danach aus, daß die Zahl der Überlebenen weiter sinken wird... bis nur die Hauptfiguren übrig sind?

Die drei Soldaten am Ende der Folge sahen mir hingegen nicht nach den Bogenschützen aus. Sie wirkten mehr wie die "Others". Oder hat das amerikanische Militär irgendwann in der Vergangenheit die Insel entdeckt?

Bemerkenswerte Zitate:
Ana Lucia: "Oh, yeah. Libby says Hi."

Neil (aka Frogurt): "We can´t even get fire."
Auch ein Kandidat für die Kategorie: Berühmte letzte Worte.

Charakterhintergrund:
  • Hurley sieht weiterhin tote Menschen, die zudem beginnen, ihm kluge Ratschläge zu geben. Nach Charlie und Mr. Eko taucht nun Ana Lucia auf. Und zwar als Cop und wie frisch aus dem Ei gepellt. Das fiel schon bei Charlie auf. Was immer auch hinter diesem Phänomen stecken mag, es sorgt dafür, daß die "Walking dead" im besten Licht erscheinen.
  • Frank, der Pilot, hat den sechs Fremden, die er gerettet hat, das Versprechen gegeben, ihren Plan zu decken, welcher aus auch immer sei. So freundlich und symphatisch Frank auch ist, da steckt noch was dahinter. Liegt es daran, daß Frank Flug Oceanic 815 fliegen sollte und sein Kollegen an Seinerstatt starb?

Season 5 Episode 3 - Jughead
Bei LOST geht es auch darum, wie sich Menschen verändern können - zum Guten wie zum Schlechten. Aus Charlie Pace, dem heroinsüchtigen Rockmusiker, wurde ein Held, der sich opferte, um seine Freunde und die Frau, die er liebte zu retten. Aus Desmond Hume, der vor Verantwortung und Bildung erst ins Kloster und dann zum Militär floh, wurde nach einem dreijährigen Dasein auf der Insel im Laufe von drei Jahren auf einem Boot mit der Frau seines Lebens an seiner Seite ein mutiger Familienmensch, der sich in die Höhle des Löwen wagt, um seine Freunde zu retten. Wer hätte das gedacht, als wir Desmond kennenlernten?
Besonders die Szene, als Desmond in Widmore Büru stürmt, um zu erfahren, wohin Faraday Mutter gegangen ist, zeigt diese Wandlung. War es früher Charles Widmore, der das Gespräch und den Fluß von Informationen steuerte, wobei er Desmond mit jedem Wort verhöhnte, bettet dieser - ganz auf seine Gentleman-Art allerdings - um ein Quentchen an Information. Desmond bleibt gelassen und konzentriert, ohne seinen Triumph zu genießen. Was ihn zu einem Helden macht.
Und daß er bereit ist, mit einer Lüge seine gefährliche Suche nach Faradays Mutter zu beenden, um Penny zu schützen, zeigt deutlich, welche Prioritäten Desmond nun hat.

Eine Enthüllung ganz anderer Art wartet auf John Locke, denn auch der hat eine neue Familie gefunden - die "Others". Wobei diese allerdings im Jahre 1954 noch nicht wissen, daß John einst ihr Anführer und ihr Kamerad Widmore ihr größter Feind wird. Und auch Richard Alpert, der laut Juliet "immer an dieser Stelle" und "alt" ist, kann John nicht die Antworten liefern, die Locke sucht. Dafür erklärt die Übergabe des Kompasses und die Erwähnung von Johns Geburtstag, warum Alpert zum einen kurz nach dessen Geburt im Krankenhaus auftauchte und einige Jahre später einen merkwürdigen test mit ihm machte, bei dem er einen Gegenstand auswählen sollte, der ihm "bereits" gehörte. Alpert wollte wohl herausfinden, ob sich John an ihr Zusammentreffen noch oder schon erinnern würde - oder zumindest eine vage Ahnung hätte. Aber John wählte damals das Messer - einen Gegenstand, der später ebenfalls eine großes Bedeutung für ihn haben würde, da John Locke quasi der Mann der Messer ist (und einen ganzen Koffer davon auf die Insel mitgebracht hat).
Auch klärt sich, daß die "Others" hinter dem Überfall am Strand steckten. Sie haben Saywers Befehl gehört und in der Annahme gehandelt, daß amerikanische Militär habe Verstärkung geschickt - anscheinend hat auch dieses die Landminen gelegt. Aber wo sind die restlichen Soldaten, wenn die "Others" - nach Aussage von Miles - vier U.S. Soldaten vor weniger als einem Monat getötet haben...?

Daß die Experimente von Daniel Faraday eine junge Frau namens Theresa Spencer mit der seltsamen "Zeitkrankheit" ansteckten, ist ein echter Schocker. Ich denke allerdings, daß Daniel sie keineswegs bewußt der Strahlung ausgesetzt hat. Entweder war es ein Unfall (bei dem auch Daniel verstrahlt wurde?) oder sie hat sich freiwillig einem Versuch unterzogen, der schief ging. Ein anderes Vorgehen passt irgendwie nicht zu Faraday mit seiner hilfsbereiten und mitfühlenden Art. Und aus irgendeinem Grund hat Theresa noch nicht das Schicksal von George Minkowski erlitten. Liegt es an der medizinischen Versorgung? Oder leidet sie an einer weniger gefährlichen Art der Krankheit? Der Tod der Ratte Eloise spricht eher dagegen.
Daniels Vorschlag, den titelgebenen Jughead zu vergraben, um eine Explosion zu verhindern, scheinen die "Others" allerdings gefolgt zu sein - handelt es sich dabei vielleicht um die massive Betonplatte, die Sayid und jack in der Swan-Station entdeckt haben und die den Techniker an Chernobyl erinnert hat?

Bemerkenswerte Zitate:
Desmond Hume: "I know you have a lot of questions for me. I´m not gonna answer them."
Und tatsächlich beantwortet er nicht eine Frage, sondern nimmt nur Widmores Rat an.

Ellie: "You just couldn´t stay away, could you?"
Das klingt fast so, als sei Daniel Ellie bereits begegnet. Und auch Daniel scheint sie irgendwie bekannt vorzukommen.

Desmond: "Why in God´s name would I ever go back there?"
Hmmm. Da wird den Autoren schon was einfallen, jede Wette.

Sawyer: "Where the hell have you been?"
Locke: "If you´ve been going through what I have, James, mabye the more appropriate question would be, when the hell I have been?"

Locke: "Your name is Widmore? Charles Widmore?"
Widmore: "What´s it to you?"
Locke: "Nothing... it´s nice to meet you."
Mir gefällt, daß auch auf dieser Zeitebene Widmore ausgebremst wird - und die Reaktion von Locke ist selbstbewußt und lässig. Zum Glück ist Jack nicht da, der wäre wohl ausgerastet.

Charakterhintergrund:
  • Charlie Hume, Sohne von Pennelope Widmore und Desmond Hume, benannt nach seinem Großvater Charles Widmore und Desmonds Freund Charlie Pace, wurde auf der Insel Mubuhay von Efren Salonga, dem dortigen Arzt zur Welt gebracht.
  • Charles Widmore hat die Forschungsarbeit von Daniel Faraday seit 10 Jahren unterstützt. Der Universität von Oxford hingegen gefielen Faradays Forschungen keineswegs, weshalb er sie heimlich durchführen musste. Nach dem Zwischenfall mit Theresa wurden sämtliche Aufzeichnungen bezüglich Daniel Faraday bei der Universität gelöscht.
  • Charles Widmore hat die Forschungsarbeit von Daniel Faraday seit 10 Jahren unterstützt. Der Universität von Oxford hingegen gefielen Faradays Forschungen keineswegs, weshalb er sie heimlich durchführen musste. Nach dem Zwischenfall mit Theresa Spencer wurde sämtliche Aufzeichnungen bezüglich Daniel Faraday bei der Universität gelöscht. Als Charles Widmore auf der Insel einer der "Others" war, tötete er einen Kameraden, um vergeblich die Position des Camps zu verbergen.
  • Miles Straume kann nicht nur Geister "sehen" und "hören", sondern erkennt auch eine Landmine, wenn er sie sieht. Seine Warnung kommt für die beiden namenlosen Überlebenen dennoch zu spät.
  • John Locke wurde am 30. Mai 1956 in Tustin, California geboren.


Season 5 Episode 4 - The Little Prince
Bis auf Hurley hat es Ben geschafft, alle Mitglieder der Oceanic Six an Steg 23 (sic!) zu versammeln. Und Hurley wird in den nächsten Stunden durch seinen Anwalt aus dem Polizeigewahrsam befreit. Fast schon ein bißchen zu elegant für Ben. Auch daß er hinter der Aktion mit den Anwalten steckt, die Kate Aaron wegnehmen wollten, hätte ich ihm nicht zugetraut. Aber Ben scheint ganz genau zu wissen, daß Kate Muttergefühle für Aaron entwickeln und ihn daher nicht in Gefahr bringen würde. Aber noch mehr als Ben habe ich Kate unterschätzt. Obwohl es durchaus anderslautende Anzeichen gab, hatte ich angenommen, daß Kate sich nur um Aaron kümmert, weil sie die geeigneste Person dafür ist. Ich lag falsch. Kate wünscht sich ein Familie, am liebsten zusammen mit Jack. Daß dieser ihr endlich gestand, daß für ihn Aaron auch ein Familienmitglied ist und daß er die Sache mit der Klage in Ordnung bringen würde, hat ihm meine verlorenen Sympathien zurückgebracht. Überhaupt beginnt Jack langsam wieder seine Fassung zurückzugewinnen. Aber wird er die richtigen Entscheidungen treffen? Ich habe da meine Zweifel.
Und ich denke, daß es Ben gelingen wird, Sun davon abzuhalten, auf ihn zu schießen - denn das hat sie wohl vor. Oder zielt sie auf Jack? So oder so denke ich, daß Ben sie überreden wird, ihre Vergeltung aufzuschieben, bis er ihr gezeigt hat, was die Insel von ihr erwartet. Vielleicht reagiert Ben auf die Frge nach Jins Tod auch genauso wie auf Jacks Frage nach Johns Tod in der letzten Folge... mit bedeutungsvollem Schweigen.

Ganz anders sieht es meiner Meinung nach inzwischen bei Locke aus, der Sawyer von seinen Gefühlen in der Nacht berichtet, als Boone starb und er an die Luke klopfte. Damals glaubte er, daß Licht habe etwas zu bedeuten, heute ist er schlauer. Aber auch weiser, denn er hat erkannt, daß er diese Erfahrung brauchte, um zu dem zu werden, der er nun ist. Ob Jack zu dieser Einsicht fähig ist, vermag ich nicht zu sagen, aber ich habe auch da meine Zweifel. Das ist der Grund, warum ich Locke nicht nur für den besseren Anführer halte, sondern auch denke, daß Locke am meisten von der Insel gelernt hat. Es sind eben nicht nur die guten Erfahrungen, die einen Menschen wachsen lassen, sondern auch die schlechten. Gerade durch diese kann er an Stärke gewinnen, wenn er die Herausforderung, die sie darstellen annimmt. Viele Menschen gehen negativen Erfahrungen eher aus dem Weg und sind verärgert, wenn es in ihrem Leben nicht so glatt und sorglos läuft, wie sie es erwarten oder gerne hätten. Dabei gehören Schmerz, Kummer und Tod zum Leben dazu. Das mag sich nach einer Binsenweisheit anhören, ist aber nicht leicht umzusetzen. Weshalb mir die Geschichte, die LOST hier erzählt, um so mehr gefällt.

Nach Charlotte haben jetzt auch Miles und Juliet das "Zeitnasenbluten". Verdammt. das könnte unschön werden. Ich mag jeden einzelnen der drei und möchte sie nicht verlieren. Es gab schon genug Tote. Mir reicht´s.

Und ja, in der Hinsicht gibt es eine gute Nachricht: Jin lebt. Ich habe die Figur vermisst, denn sie hatte und hat noch viel Potential für die Geschichte. Natürlich war ich spektisch, was seinen Tod betraf, da wir seine Leiche nicht gesehen haben. Ironisch genug, daß Jin wieder in der Gesellschaft von Fremden gestrandet ist, die ihn kaum verstehen. Zum Glück hat Jin damals etwas Englisch gelernt, um Sun zu zeigen, daß er sie liebt. Diese Verknüpfung scheint - wie so oft - schicksalsgewoben. Ich bin sehr gespannt, was diese Rückblende über Rousseau und ihr Team enthüllen wird. Denn eine Menge Fragen warten immer noch auf eine Klärung.

Aber ich bin sehr zuversichtlich, daß die Autoren die Zeitsprünge genau dazu nutzen werden.

Upps. Dahinten kommt ein grelles Licht über den Horizont.
Let´s do the time wrap again...

Bemerkenswerte Zitate:

Locke: "No, I needed the pain to get to where I´m now."

Sawyer: "I wasn´t about to tell you anything."
Juliet: "Why don´t you tell me now?"
Schön zu sehen, wie diese beiden Figuren sich näher kommen. Daß sie einander etwas bedeuten, wird wohl jedem klar, der sie sieht.

Ben: "Because he´s not your son, Kate."
Treffsicher, wie immer.

Charakterhintergrund:
  • Danielle Rousseaus Forschungsteam bestand aus insgesamt sechs Personen, einer weiteren Frau und vier Männern, zwei mit Namen Montand und Robert. Einer der noch namenlosen scheint ein Musiker zu sein. Danielle ist bereits schwanger. Ich frage, ob die "Insel" ein Fabile für schwangere Frauen und Musiker hat?


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