Code Delphi. Hier anfangen.So richtig gut läuft es für die "Tigerenten"- Koalition in Berlin gerade nicht. Neben ständigem internen Gezanke über grundsätzliche Fragen beim Sparen, Steuern und Krisenbewältigen verdirbt auch so manche Personalie den Beteiligten die Lust am Regieren. Der überraschende Abgang von Roland Koch, dem "brutalstmöglichen Aufklärer", mag irgendwie noch zu verschmerzen sein. Auch wenn es ein bißchen befremdlich wirkt, daß ein Politprofi, der sich vor etwa einem Jahr zurück an die Macht gerungen hat, nun mir nichts dir nichts verkündet, "Politik sei nicht sein Leben". Auch das ungewisse Schicksal von Jürgen Rüttgers und die damit verbundenen Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat erleichtern die Arbeit nicht gerade.
Und gestern hat der Bundespräsident Horst Köhler ebenfalls überraschend hingeworfen.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik tritt damit das Staatsoberhaupt vor Auflauf seiner Amtszeit ab. Bemerkenswert genug. Ärgerlich vor allem für die beiden obersten Tigerenten, welche Herrn Köhler immerhin erstmal zum Kandidaten und dann zweimal zum Präsidenten gemacht haben. Noch ärgerlicher, weil die Gründe für den Rückzug bestenfalls wenig verständlich und im schlimmsten Fall mimosenhaft wirken.
Da muß schnell Ersatz gefunden werden. Zum Glück setzt das Grundgesetz eine kurze Frist von 30 Tagen. So bleibt eine lange Nachfolgerdebatte dem Wahlvolk wenigstens erspart. Zumal es ja gar nicht mitwählen darf. Denn das macht die Bundesversammlung. Die macht sonst nichts, weshalb sich außerhalb des Anlasses auch kaum jemand dran erinnert, wozu es sie überhaupt gibt. Sei's drum. Denn viel spannender ist doch die Frage, wen diese Versammlung denn als Nachfolger(in) wählen könnte.
Da fällt dem geeigneten Zuschauer doch im Post-ESC-Freudentaumel gleich die kecke Lena Meyer-Landrut ein. Die hat schließlich bewiesen, daß sie Europa begeistern kann. So jemand würde doch auch eine gute Figur...
Moment... wählbar ist nur, wer das 40. Lebensjahr vollendet hat? Schade, liebe Lena. Das wird nichts.
Und wie sieht es mit ihrem Ziehvater Stefan Raab aus? Alt genug wäre er. Und schließlich hat er Deutschland schon aus einer Krise geführt. Und daß er einzustecken vermag, hat er ebenfalls mehrfach unter Beweis gestellt. Den Raab zu schlagen, das ist nicht leicht. Aber es ist leider auch hinreichend unwahrscheinlich, daß die ProSiebenSat1Media AG auf ihr Zugpferd wird verzichten können. Wahrscheinlich verdient Herr Raab auch mehr im Fernsehen als im Schloß Bellevue. Hmm.
Problematisch.
Zum Glück fiel mir heute morgen beim Zähneputzen (immer wieder eine gute Gelegenheit für kreatives Denken) ein geeigneter Kandidat ein, der verhindern könnte, daß das Amt des Bundespräsidenten zur Restrampe für gescheiterte Politiker wie Edmund Stoiber (und damit noch mehr - der Herr bewahre! - beschädigt) wird. Eine Person mit Erfahrung auf internationalem Pakett der royalen Hochprominenz, mit investigativem Interesse an der Wahrheit und politischen (und alkoholischen) Zusammenhängen sowie der Fähigkeit, seine Mitmenschen für das Unbekannte auf dem (Pilger-)Weg zu begeistern.
Keine Ahnung, wen ich meinen könnte?
Klickste hier. Weisste Bescheid, Schätzelein.
Code Delphi. Hier aufhören.
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