Donnerstag, 1. Dezember 2011

8 Bit Heart

Code Delphi. Hier anfangen.
Genauso wie ich mich für ungewöhnliche, abseitige Filme und TV-Serien interessiere, liegt mein Musik-Geschack meistens abseits dessen, was gerade in den Charts angesagt ist. Auch wenn mich das eine oder andere Lied anspricht, bringe ich doch dem Mainstrema im Allgemeinen wenig Interesse entgegen, insbesondere dem zur Zeit Mode gewordenen "Club-RnB-Rap-HipHop-Kram", der hauptsächlich davon handelt, wie irgendwelche Wanna-bes in.. nun ja Clubs auf dicke Hose machen. Das ist ungefähr so spannend, als ob ich über meinen Job im Büro singen würde oder über meine morgentliche Zahnpflege.

Dann doch lieber Lieder über Liebe. Das Thema wird nie alt.

Insbesondere dann nicht, wenn die Suche nach Liebe nicht bloß als kurzer Ausschnitt aus dem Leben eines Menschen besungen wird, sondern als der Prozess, der es nun einmal ist, den (oder die) Richtige zu finden, den/ die man in seine Seele einläßt. Und so richtig spannend wird es, wenn sich die Musik dank Videospiel-Effekten ganz anders anhört als das, was täglich aus dem Radio dringt. Nämlich gleichzeitig retro und zukunftsweisend.

Simon Curtis versteht es dabei nicht nur aus verschiedenen Elemente (8-Bit-Soundbits und Chor-Modulen!) eingängige und ungewöhnliche Musik zu basteln, sondern auch nebenbei viel Wahres über das Gefühlschaos in Wort und Ton und mit dem Humor eines echten Nerds umzusetzen, das durch Liebe nun einmal verursacht wird - und ganz am Ende des bemerkenswerten Debüt-Albums 8-Bit-Heart auch noch eine kleine, aber feine Lebensweisheit zu präsentieren, die der Hörer im oben genannten Musik-Genre vergeblich suchen wird.

Hör- und Textprobe gefällig?
"I can't count all the times that I,
I had to say I'm sorry
for wanting something with a few more bits
than my Atari..."



Code Delphi. Hier aufhören.

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