Samstag, 27. Juni 2009

Cineastische Vorfreude

Code Delphi. Hier anfangen.
Beim letzten Kino-Besuch wurde ich tatsächlich von einer Vorschau für einen Film überrascht, von dem ich zuvor weder gehört noch gelesen hatte - und das, obwohl ich mich durch regelmäßige Lektüre eines Kinomagazins auf dem neusten Stand halte.

Gesehen habe ich den Trailer zu Surrogates, dem neuen Film mit Bruce Wills. In der Zukunft, in welcher die Handlung des Film spielt, verwenden die meisten Menschen die titelgebenden "Surrogates", um ein Leben zu führen, in welchem sich gefahrlos alle (oder fast alle) Träume verwirklichen lassen. Denn die Surrogates sind ewig junge, schöne und sehr stabile Androiden, die online von ihren Besitzern gelenkt werden. Als es zu Todesfällen der Operators kommt, gerät das ganze System ins Wanken. Der Trailer verspricht einen Sci-Fi-Thriller mit gesellschaftskritischen Untertönen, Aktion und eindrucksvollen Special Effects. Von denen ein etwa 25 Jahre jünger wirkender Bruce Wills einer der eindrucksvollsten ist.

Nach Schauen des Trailers, stellt ich mir die bange Frage, was wohl an Filmen in den nächsten Wochen und Monaten in die Kino kommt, von denen ich noch nichts gehört habe. Ich googlte und youtubte ein bißchen und wurde sehr schnell ziemlich fündig... auch wenn ich ein paar Trailer doch schon kannte.

The Road macht auf mich einen etwas zwiespältigen Eindruck, denn postapokalyptische Filme, die das Kannibalentum thematisieren, tendieren - siehe "I am Legend" mit Will Smith - dazu nicht richtig durchdacht, sondern in erste Linie reißerisch zu sein. Mal sehen, ob Viggo Mortensen den Film trägt.

Michael C. Hall, der in der Serie "Dexter" den vielschichtigen, zimelich mörderisch-sympathischen Namensgeber verkörpert, als Schurke in Gamer, der Strafgefangene in Multi Massivly Offline Battles aufeinanderhetzt? Klingt vielversprechend.

Verfolgungswahn, Todesangst und Hochspannung in den Tiefen des Alls machen sich in Pandorum und Moon breit, während in District 9 Aliens wie illegale Flüchtlinge behandelt werden.

Daß Zombies immer noch prima als gruselige Gegenspieler taugen, die gleichzeitig für Lacher bei Leuten mit besonderem Humor sorgen, wollen Zombieland und Dead Snow unter Beweis stellen, wobei letzterer in Sachen abstrusem Gagpotential die Nase vorn hat. Denn untote Nazi-Soldaten sind so trashig, das läßt sich kaum toppen.

Vielleicht durch eigentlich ernst gemeinte, aber dennoch peinlich umgesetzte Vampirfilme. Ich muss dabei immer an "Blade" denken, der sich so verkrampft darum bemühte, möglichst cool zu wirken, daß er von Teil zu Teil alberner und unerträglicher wurde. Zum Glück hat Wesley Snipes gerade anders im Sinne als Filme zu drehen, so dass in Blood: The Last Vampire und Daybreakers kein Daywalker den Vampirmythos zu Grabe tragen kann. Vielleicht besorgen das Bella und Edward in New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde. Ich schau ja viel seltsamen Kram, aber letzteres wohl nicht. Trotz attraktiver, halbnackter Werwölfe.

Dann betrachte ich mir doch schon lieber Gevatter Tods Überstundenbericht The Final Destination. Auch wenn der dritte Teil mich etwas enttäuscht hat, weil er dem Mythos hinter den blutig-trickreichen Verkettungen von todbringenden Unglaublichkeiten nur wenig hinzufügen konnte. Oder ich stelle mir mit Cameron Diaz die zwiespältige Frage, ob es sich lohnt den roten Knopf zu drücken, damit The Box eine Million Dollar ausspuckt, wenn der Preis dafür das Leben eines unbekannten Menschen ist. Fieser Film in Zeiten der Finanzkrise.

Familientauglich und positiver kommt da schon Toy Story 3 daher... was mich daran erinnert, daß ich Teil 2 immer noch nicht gesehen habe. Schande über mich.

Ein absolutes Highlight verspricht schließlich die neuste Gemeinschaftsarbeit von Tim Burton, Johnny Depp, Helena Bonham Carter und Alan Rickman zu werden: Alice in Wonderland hat zwar noch keinen Trailer, aber schon die Fotos lassen den Betrachter einfach nur atemlos und staunend zurück...
Code Delphi. Hier aufhören.

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