Code Delphi. Hier anfangen.
Als großer Fan von Tim Burton konnte ich mir selbstverständlich sein neues Werk Alice im Wunderland nicht entgehen lassen. Und obwohl ich von abgedrehten und fantastischen Filmen nicht genug bekommen kann, war mein Eindruck merkwürdig...
...zwiespältig.
Alice Kingsleigh (Mia Wasikowska) ist eine junge, kluge Dame und Halbwaise mit einem Problem: Sie soll - gemäß den gesellschaftlichen Konventionen des 19. Jahrhunderts - heiraten. Die hübsche Blondine schlägt aber ganz nach der Art ihres Vaters, der ein Visionär und Entdecker von kühnen Handelsrouten und fremden, fernen Ländern war. Zu Alice Leidwesen entpuppt sich ihr Zukünftiger als humorloser Langeweiler mit empfindlicher Verdauung. Und so tut Alice das, was sie auch bereits früher getan hat... sie läuft von der Gesellschaft fort und folgt lieber einem seltsamen Kaninchen mit Weste, welches in großer Eile zu sein scheint. Die kurze Verfolgung endet mit einem Sturz in einen Kaninchenbau und der unsanften Landung an der Decke eines eigentümlichen Raumes, in welchem bereits ein Fläschchen mit der Aufschrift "Trink mich" auf die Verirrte wartet.
Während der kundige Zuschauer von einem Aha-Effekt zum nächsten geführt wird, kann sich Alice auf die nun folgenden Geschehnisse zunächst keinen Reim machen. Daß sie dieses Zauberreich bereits einmal besucht hat, hat Alice im grauen Alltagsgeschehen nämlich längst vergessen. Allein durch ihre Träume spuken nach Erinnerungen. Weshalb sich die junge Frau auch zunächst in einem Traum wähnt, während die Bewohner des bizarr-bunten Reiches behaupten, sie als Auserwählte zu erkennen - oder zumindest hoffen, dass sie der Schrecksherrschaft der Roten Königin (Helena Bonham Carter) beenden wird. Allerdings hat Alice in der kommenden Zeit nie die rechte Größe für die Rolle der Retterin. Und das sprichwörtlich, wächst und schrumpft sie doch während ihrer abenteuerlichen Reise von einer Schwierigkeit in die nächste. Zum Glück steht sie nicht ganz ohne Helfer da, wobei auch dem Verrückten Hutmacher (Johnny Depp) und der Grinsekatze (gesprochen von Stephen Fry) noch eine kopflastige Rolle zukommen wird.
Sowohl die Darstellung des Wunderlandes an sich, welches eigentlich korrekterweise Unterland geheißen wird, mit seinen extravaganten Wäldern, Ebenen, Wüsten, Ruinen und Palästen als auch die Umsetzung der noch extravaganteren Bewohner sind die großen Pluspunkte des Films. Denn jder Darsteller wird während des Films durch das Komplettprogramm aus Make-up- und Computereffekt-Kunst gezogen, so daß der Zuschauer ganz neue stauenswerten Seiten an ihnen entdecken darf. Dabei punkten insbesondere die nichtmenschlichen Figuren mit hoher Glaubwürdigkeit. Das Grinsen der Grinsekatze reicht tatsächlich von Ohr zu Ohr und der burbelnde Jabberwocky knirscht mit seinen Zähnen und kratzt mit seinen Krallen, daß es einen schauert.
Leider hinkt die Geschichte dem Fabelhaften hinterher. Zunächst hält Alice alles für einen Traum und weigert sich - ihrer rebellischen Natur folgend - irgendwelche Erwartungen zu erfüllen. Von denen ist sie schließlich auf der Flucht. der Film arbeitet aber nicht ganz treffsicher heraus, warum sich Alice schließlich umentscheidet, und schließlich ihren Weg geht. Dafür springt die Handlung zu sehr von einem Höhepunkt verrückt-durchgedrehter Begegnungen zur nächsten, ohne sich Zeit für das Innenleben und die Gefühle der Protagonisten zu geben. Da fehlt es dem Film etwas an der Seele, die Avatar zu seiner Größe verhalf. Alice reagiert meistens nur. Und wenn sie dennoch agiert, wird nicht deutlich warum. Vielleicht habe ich auch kleine Andeutungen übersehen. Vielleicht war mir auch Planet der Affen zu sehr im Gedächtnis, der unter einem ähnlichen Problem zusammenbricht.
Sei´s drum. Sehens- und wie dank Danny Elfman - auch wie immer hörenswert ist die Reise durch´s Unterland so oder so. Und am Ende findet Alice wie erwartet zu sich selbst. Und gewinnt die richtige Größe, um ihr Leben zu meistern.
Und die Metapher macht den Film schlußendlich doch richtig liebenswert.
Code Delphi. Hier aufhören.
Als großer Fan von Tim Burton konnte ich mir selbstverständlich sein neues Werk Alice im Wunderland nicht entgehen lassen. Und obwohl ich von abgedrehten und fantastischen Filmen nicht genug bekommen kann, war mein Eindruck merkwürdig...
...zwiespältig.
Alice Kingsleigh (Mia Wasikowska) ist eine junge, kluge Dame und Halbwaise mit einem Problem: Sie soll - gemäß den gesellschaftlichen Konventionen des 19. Jahrhunderts - heiraten. Die hübsche Blondine schlägt aber ganz nach der Art ihres Vaters, der ein Visionär und Entdecker von kühnen Handelsrouten und fremden, fernen Ländern war. Zu Alice Leidwesen entpuppt sich ihr Zukünftiger als humorloser Langeweiler mit empfindlicher Verdauung. Und so tut Alice das, was sie auch bereits früher getan hat... sie läuft von der Gesellschaft fort und folgt lieber einem seltsamen Kaninchen mit Weste, welches in großer Eile zu sein scheint. Die kurze Verfolgung endet mit einem Sturz in einen Kaninchenbau und der unsanften Landung an der Decke eines eigentümlichen Raumes, in welchem bereits ein Fläschchen mit der Aufschrift "Trink mich" auf die Verirrte wartet.
Während der kundige Zuschauer von einem Aha-Effekt zum nächsten geführt wird, kann sich Alice auf die nun folgenden Geschehnisse zunächst keinen Reim machen. Daß sie dieses Zauberreich bereits einmal besucht hat, hat Alice im grauen Alltagsgeschehen nämlich längst vergessen. Allein durch ihre Träume spuken nach Erinnerungen. Weshalb sich die junge Frau auch zunächst in einem Traum wähnt, während die Bewohner des bizarr-bunten Reiches behaupten, sie als Auserwählte zu erkennen - oder zumindest hoffen, dass sie der Schrecksherrschaft der Roten Königin (Helena Bonham Carter) beenden wird. Allerdings hat Alice in der kommenden Zeit nie die rechte Größe für die Rolle der Retterin. Und das sprichwörtlich, wächst und schrumpft sie doch während ihrer abenteuerlichen Reise von einer Schwierigkeit in die nächste. Zum Glück steht sie nicht ganz ohne Helfer da, wobei auch dem Verrückten Hutmacher (Johnny Depp) und der Grinsekatze (gesprochen von Stephen Fry) noch eine kopflastige Rolle zukommen wird.
Sowohl die Darstellung des Wunderlandes an sich, welches eigentlich korrekterweise Unterland geheißen wird, mit seinen extravaganten Wäldern, Ebenen, Wüsten, Ruinen und Palästen als auch die Umsetzung der noch extravaganteren Bewohner sind die großen Pluspunkte des Films. Denn jder Darsteller wird während des Films durch das Komplettprogramm aus Make-up- und Computereffekt-Kunst gezogen, so daß der Zuschauer ganz neue stauenswerten Seiten an ihnen entdecken darf. Dabei punkten insbesondere die nichtmenschlichen Figuren mit hoher Glaubwürdigkeit. Das Grinsen der Grinsekatze reicht tatsächlich von Ohr zu Ohr und der burbelnde Jabberwocky knirscht mit seinen Zähnen und kratzt mit seinen Krallen, daß es einen schauert.
Leider hinkt die Geschichte dem Fabelhaften hinterher. Zunächst hält Alice alles für einen Traum und weigert sich - ihrer rebellischen Natur folgend - irgendwelche Erwartungen zu erfüllen. Von denen ist sie schließlich auf der Flucht. der Film arbeitet aber nicht ganz treffsicher heraus, warum sich Alice schließlich umentscheidet, und schließlich ihren Weg geht. Dafür springt die Handlung zu sehr von einem Höhepunkt verrückt-durchgedrehter Begegnungen zur nächsten, ohne sich Zeit für das Innenleben und die Gefühle der Protagonisten zu geben. Da fehlt es dem Film etwas an der Seele, die Avatar zu seiner Größe verhalf. Alice reagiert meistens nur. Und wenn sie dennoch agiert, wird nicht deutlich warum. Vielleicht habe ich auch kleine Andeutungen übersehen. Vielleicht war mir auch Planet der Affen zu sehr im Gedächtnis, der unter einem ähnlichen Problem zusammenbricht.
Sei´s drum. Sehens- und wie dank Danny Elfman - auch wie immer hörenswert ist die Reise durch´s Unterland so oder so. Und am Ende findet Alice wie erwartet zu sich selbst. Und gewinnt die richtige Größe, um ihr Leben zu meistern.
Und die Metapher macht den Film schlußendlich doch richtig liebenswert.
Code Delphi. Hier aufhören.
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