Code Delphi. Hier anfangen.
Pünktlich zum Beginn des neuen Jahres (und zweiten Jahrzehnts im 21. Jahrhundert) hat der Fernsehsender MTV den freien Empfang des deutschen Programmablegers eingestellt. Er ist nur im Bezahlfernsehen zu empfangen.
Und hat sich damit wohl von seinen Zuschauern für immer verabschiedet. Ob sie ihn vermissen werden, ist aber mehr als fraglich.
Denn die seligen Zeiten, in denen MTV mit seinen Sendungen Trendsetter der Jugend und Junggebliebenen war, sind mit Aufkommen des WWW und spätestens mit YouTube vorbei. Auch wenn auf der Videoplattform das Bereitstellen von Musikvideos in den letzten Jahren immer mehr zur Qual wurde, hielt das die Zuschauer nicht davon ab, lieber dort (und auf den zahlreichen Alternativen) nach neuen Videos zu suchen, als auf die Ausstrahlung in der Glotze zu warten. Aber das ist sicher nur ein Grund. Denn auch das traditionelle Fernsehen fällt natürlich hinter den Angeboten eines weltweiten Unterhaltungsnetzes zurück, insbesondere dann, wenn man seine grauen und schwarzen Ecken mitrechnet. Nicht ohne Grund bekommen Film- und Musikindustrie regelmäßig Zornflecken im Gesicht, wenn sie die Zahlen illegaler Downloads betrachten.
Ein anderer Grund findet sich in der grundlegenden Änderung, die über MTV aufgrund der Sparpläne des Heimatkonzerns hereingebrochen ist. Denn statt der Mischung aus verrückten Live-Shows wie MTV's Most Wanted, wegweisenden Formaten wie The Real World (daß ich das mal schreiben würde, hätte ich nie gedacht, aber es stimmt (leider)) und einer ansprechenden Videoclip-Mixtur aus Mainstream und Nischenmusik bekamen die Zuschauer in den letzten Jahren vor allem Datingschows in immer neuen Varianten geboten (mal von der Show Pimp my Ride abgesehen, in welcher der Marktwert auf dem Flirtmarkt mittelbar erhöht wurde). Und deren Unterhaltungswert nutzt sich nicht nur schnell ab, sie sehen nicht nur billiger aus, sie setzen vor allen Dingen keine Trends.
Niemand spricht über sie. Niemand schaut sie 24/7. Und niemand vermisst sie.
In den Anfangstagen verkündeten in kurzen Clips Menschen wie Du und ich, Musikschaffende und Musikhörende in Chören: "I want my MTV!". Vielleicht hätten wir es zurückfordern sollen. Jetzt hat sich in uns der Gedanke festgesetzt, daß es auch ohne geht. Und so stellt sich kein Gefühl der Trauer ein, sondern nur eine ganz leichte Wehmut.
Code Delphi. Hier aufhören.
Pünktlich zum Beginn des neuen Jahres (und zweiten Jahrzehnts im 21. Jahrhundert) hat der Fernsehsender MTV den freien Empfang des deutschen Programmablegers eingestellt. Er ist nur im Bezahlfernsehen zu empfangen.
Und hat sich damit wohl von seinen Zuschauern für immer verabschiedet. Ob sie ihn vermissen werden, ist aber mehr als fraglich.
Denn die seligen Zeiten, in denen MTV mit seinen Sendungen Trendsetter der Jugend und Junggebliebenen war, sind mit Aufkommen des WWW und spätestens mit YouTube vorbei. Auch wenn auf der Videoplattform das Bereitstellen von Musikvideos in den letzten Jahren immer mehr zur Qual wurde, hielt das die Zuschauer nicht davon ab, lieber dort (und auf den zahlreichen Alternativen) nach neuen Videos zu suchen, als auf die Ausstrahlung in der Glotze zu warten. Aber das ist sicher nur ein Grund. Denn auch das traditionelle Fernsehen fällt natürlich hinter den Angeboten eines weltweiten Unterhaltungsnetzes zurück, insbesondere dann, wenn man seine grauen und schwarzen Ecken mitrechnet. Nicht ohne Grund bekommen Film- und Musikindustrie regelmäßig Zornflecken im Gesicht, wenn sie die Zahlen illegaler Downloads betrachten.
Ein anderer Grund findet sich in der grundlegenden Änderung, die über MTV aufgrund der Sparpläne des Heimatkonzerns hereingebrochen ist. Denn statt der Mischung aus verrückten Live-Shows wie MTV's Most Wanted, wegweisenden Formaten wie The Real World (daß ich das mal schreiben würde, hätte ich nie gedacht, aber es stimmt (leider)) und einer ansprechenden Videoclip-Mixtur aus Mainstream und Nischenmusik bekamen die Zuschauer in den letzten Jahren vor allem Datingschows in immer neuen Varianten geboten (mal von der Show Pimp my Ride abgesehen, in welcher der Marktwert auf dem Flirtmarkt mittelbar erhöht wurde). Und deren Unterhaltungswert nutzt sich nicht nur schnell ab, sie sehen nicht nur billiger aus, sie setzen vor allen Dingen keine Trends.
Niemand spricht über sie. Niemand schaut sie 24/7. Und niemand vermisst sie.
In den Anfangstagen verkündeten in kurzen Clips Menschen wie Du und ich, Musikschaffende und Musikhörende in Chören: "I want my MTV!". Vielleicht hätten wir es zurückfordern sollen. Jetzt hat sich in uns der Gedanke festgesetzt, daß es auch ohne geht. Und so stellt sich kein Gefühl der Trauer ein, sondern nur eine ganz leichte Wehmut.
Code Delphi. Hier aufhören.
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