Samstag, 29. Januar 2011

Und nun zu Minecrack... ähm Minecraft

Code Delphi. Hier anfangen.
Gute Computerspiele sind entweder detailverliebt und in jedem Aspekt durchdacht - wie etwa meine All-Zeit-Favoriten World of Warcraft oder Civilisation oder sie beruhen auf einer simplen, aber stets motivierenden Idee. Wie etwa Tetris. Das wird in zwanzig Jahren noch funktionieren und Spieler an den PC fesseln.

Ähnlich einfach, aber einnehmend ist ein Spiel mit dem schlichten Titel Minecraft. Das Spiel ist in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich.

Zum einen ist es noch gar nicht fertig, sondern wird von einem engagierten Entwickler gerade im Beta-Status verfeinert. Trotzdem hat es sich schon über eine Million Mal verkauft.
Zum anderen hat es zwar ein Spielziel, aber das ist den meisten Spielern ziemlich egal. Eigentlich geht es darum, auf einer Insel zu überleben, indem man Nahrung sammelt und Schutz vor den Angriffen der Monster sucht, die nachts aus ihren Höhlen kriechen und Jagd auf unvorbereitete Abenteurer machen.

Der Clou des Spiels liegt aber daran, daß die gesamte Welt aus Blöcken besteht, die sich abbauen und neu kombinieren lassen. Für das Abtragen loser Erde reichen da noch die Hände, Stein ist zunächst ein Hindernis. Aber geeignetes Werkzeug läßt sich durch das nachvollziehbare Kombinieren von unterschiedlichen Materialien herstellen - indem man es im Inventar "entwirft" - und so führt eins zum anderen. Aus dem ersten gefällten Baum entsteht eine Axt, mit der sich schneller Bäume fällen lassen. Mit eine Hacke lassen sich Tunnel und Räume in die Berge und Hügel graben. Und so wird aus der einfachen Loch, in welchem man in der ersten Nacht Schutz gefunden hat, bald eine Kammer mit Türen und Fenstern. Und überall findet sich Stoff, mit dem man neue Sachen bauen kann, um die Welt zu verändern.

Und mit einem Mal entsteht dieser Sog, der zahllose Ideen im Kopf freischaltet. Aus dem Abenteurer wird ein Architekt. Ein Entdecker. Ein Forscher. Ein Künstler. Aus einfachen Blöcken bilden sich im komplexere Strukturen. Statuen. Modelle. Mechanische Systeme. Und. Und. Und.

Der Überlebenskampf wird zur Nebensache. Das Umsetzen von kreativer Energie zum tatsächlichen Spielzweck. Das stetige Verändern und Erschaffen motiviert ungeheuer, und die Stunden vergehen wie im Flug. Am Ende steht nicht Zerstörung, sondern etwas Neues, Frisches und Ungesehenes. Und - trotz der überholten Grafik - optisch Wunderbares.

Dazu stellt sich ein gutes Gefühl ein, das einen zum Mitsingen anregt...



Code Delphi. Hier aufhören.

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